C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH c/o Wasserschloß Klaffenbach
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Stand / Druckdatum: 18.08.2017

Das Wasserschloß Klaffenbach im 16. Jahrhundert

 
 
 

DAS WASSERSCHLOSS KLAFFENBACH IM 16. JAHRHUNDERT

 
 
 

Wolff Hünerkopf - ein Bürger baut sich ein Schloss

Wolff Hünerkopf, Bauherr des Wasserschlosses Klaffenbach, wurde um 1500 in Elterlein im Erzgebirge geboren. In der durch den Silberbergbau reich gewordenen Stadt Annaberg gelangte Hünerkopf als städtischer Münzmeister zu Ansehen und Wohlstand. Als Günstling des Kurfürsten Johann Friedrich I. wurde er wohl um 1539 in den Adelsstand erhoben. Wolff Hünerkopf legte seinen Reichtum in Eigentum von Land an: So erwarb er 1543 aus dem Grundbesitz der vom Kurfürsten aufgehobenen Benediktinerabtei Chemnitz die Dörfer Burkhardtsdorf, Neukirchen und Klaffenbach. In letzterem ließ er von 1546 bis 1549 in der Würschnitzaue als weithin sichtbares Zeichen seines Wohlstands und gesellschaftlichen Ranges ein verspieltes Renaissance-Schloss errichten. Als rücksichtsloser Grundherr, der sich mit seinen Bauern, mit Nachbarn und auch der Stadt Chemnitz anlegte, ist er mehrfach aktenkundig geworden. Wolff Hünerkopf starb wahrscheinlich 1566 und ist in der Kirche von Neukirchen begraben worden, wo er bereits zu Lebzeiten Altar und Taufstein gestiftet hatte.
 
 
 

Die Sage vom eingemauerten Burgfräulein im Schloss zu Neukirchen

Der eigenwillige Schlossherr regte die Fantasie der Menschen an, welche rund um das Wasserschloß Klaffenbach lebten. So erzählt man sich in Klaffenbach bis heute die Sage vom eingemauerten Burgfräulein:

Ein Leben in Saus und Braus, rauschende Feste und zahlreiche Jagdgesellschaften führten dazu, dass sich der Herr des Hauses hoch verschuldete. Dies kam dem Burgherrn zu Rabenstein zu Ohren, einem reichen Mann, aber hässlich von Angesicht und böse im Herzen. Er unterbreitete dem Klaffenbacher Schlossherrn einen Vorschlag, den dieser kaum ausschlagen konnte. Im Tausch für die Hand seine Tochter wollte der Rabensteiner Burgherr alle Schulden des Klaffenbacher begleichen. Der Vater des Fräuleins war darüber so erfreut, dass er augenblicklich einen Termin für die Hochzeit festsetzte. Doch als die Braut hörte, mit wem sie da vermählt werden sollte, erschrak sie zutiefst, weinte und flehte ihren Vater um Gnade an. Der Vater jedoch war nicht zu erweichen. Da schrie das verzweifelte Mädchen: „Nie und nimmer werde ich diesen schrecklichen Mann heiraten!“ Daraufhin packte den Vater ein grausamer Zorn. Er befahl seiner Tochter, ihre schönen Kleider abzulegen und ließ sie im Turm des Wasserschlosses einmauern. Von diesem Tag an ging es dem Klaffenbacher Schlossherrn zusehends schlechter, bis er nach einer langen Leidenszeit eines grausamen Todes starb.

Eindeutige Belege dafür, dass sich dieses Drama tatsächlich ereignet hat, gibt es nicht. Jedoch glaubt bis heute der ein oder andere Besucher im Wasserschloß Klaffenbach das markerschütternde Flehen und Bitten des unglücklichen Mädchens zu hören …
 
Öffnungszeiten
Das Renaissance-Schloss hat zu folgenden Zeiten für Sie geöffnet:

Oktober bis März
Dienstag bis Sonntag, Feiertage:
11.00 - 17.00 Uhr

April bis September
Dienstag - Freitag:
11.00 - 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage:
11.00 - 18.00 Uhr
 
 
 
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